Brief
Von Johann Isaak von Gerning (14. März 1817)
Gerning übersendet seinen nunmehr gedruckten Vortrag zum geplanten Anschluß Frankfurts und der Hansestädte an das Jenaer Oberappellationsgericht mit G.s angefügter Note (Gerning, J. A. Moritz und G. "Vorträge das Oberappellationsgericht und Patriziat betreffend"; vgl. RA 7, Nr. 653). Die Kritik J. K. Genslers in den "Heidelbergischen Jahrbüchern" (1817, Nr. 5) habe dem Vorhaben einen schlechten Dienst erwiesen; Anspielung auf C. Martin. Gerning hoffe weiter auf einen günstigen Beschluß der Frankfurter gesetzgebenden Versammlung. - Übersendung des Frankfurter "Staatskalenders" für 1817 und des gedruckten Testaments von J. F. Städel mit einigen enggeistigen und einseitigen Bestimmungen (? "Stiftungsbrief des Städelschen Kunstinstituts"). Noch sei nichts (zur Errichtung des Kunstinstituts) geschehen, da man G.s Ankunft harre. - In seinem Patriziats-Vortrage habe Gerning auch des werthen Prätorats (? Amt des Stadtschulzen; vgl. RA 7, Nr. 164) gedacht. - Grüße von A. Brentano. - Gernings neues Rheinwerk ("Die Rheingegenden von Mainz bis Köln") sei zu zwei Dritteln fertig.
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