Brief
Von Johann Heinrich Meyer (25. Juli 1794)
Der Mechaniker C. G. Aehnelt sei gewillt, die gewünschten Stahlspiegel nach G.s Angaben anzufertigen. - Freude über die gute Aufnahme von G.s Kopie der Madonna mit dem Kinde nach der "Sixtinischen Madonna". In der Kürze der ihm zur Verfügung stehenden Zeit werde M. die Kopie des Gemäldes "Genius des Ruhmes" von Carracci gerade abschließen können. Das Gemälde "Verkündigung" von A. Mantegna betrachte man in Dresden mit Abscheu. Die von M. neu bemerkte Statue eines Knaben, welcher in den Spielen gesiegt hatte: stamme wahrscheinlich noch aus der Zeit vor Alexander dem Großen. - Zum Zeitgeschehen und der Reaktion der Öffentlichkeit darauf. Der Aufstand der Schneidergesellen vom 24. Juli 1794 in Dresden dürfe nicht überbewertet werden, doch erkenne M. in ihm jenen Satan, der unter dem Namen Genius der Zeit sein Wesen treibe. - Familie Körner lasse für "Reineke Fuchs" danken. - beiliegend ein Blatt von den Gemälden A. del Sartos (zu M.s Schrift "Annibale Carracci und Andrea del Sarto").
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