Brief

Von Johann Christian von Mannlich (20. Februar 1807)

Nach Empfang von G.s Schreiben vom 22. Januar sei das Kästchen ungeöffnet am 11. Februar mit dem Postwagen an G. abgegangen, obwohl F. H. Jacobi und M. fast verleitet worden wären, die Münzen zu betrachten. Empfangsbestätigung für 110 Gulden 4 Kreuzer (vgl. RA 5, Nr. 559 und RA 5, Nr. 596). - Bemerkungen zu M.s beiliegendem Plan von der Einrichtung und Vertheilung überhaupt, unserer KunstSchätze einen verbeßerten, die Provinzialstädte in Schutz nehmenden Auszug bekannzumachen (vgl. M., G. und Meyer "Plan, die Verteilung der... Gemäldesammlung in München, Schleißheim, Augsburg, Landshut und Bamberg betreffend", in: IB der JALZ 1807, Nr. 35). Die Verteilung habe M. gegen den Widerstand mächtiger Gegner, die alles in München zusammendrängen wollten, er durch mündliche Befehle des Königs vornehmen können. - Zur Errichtung einer Gemäldegalerie im ehemaligen Ursulinerinnenkloster in Augsburg. Über den 600 bis 700 Gemälden seien Werke von C. de Crayer, A. Schoonjans, G. Douffet, J. B. Weenix, Rubens, A. van Dyck, A. Wolff, Tinoretto, Polidor (P. Caldara), C. Cignani, J. K. Loth, J. Amigoni, A. Bellucci und G. A. Pellegrini. - Bitte um Beurteilung und Korrektur von M.s beiliegender Vorrede zu dem Verzeichniß der Schleissheimer Samlung ("Übersicht des Kunstganges in seinen zwei großen Epochen", in: "Fortgesetzte Beschreibung der... Gemäldesammlungen", Bd. 3: "... die Gemälde zu Schleißheim und Lustheim", München 1810, S. XIII-XXXII). Professor G. Jacobi finde sie zu lang, da alles, die Bemerkung der Wunderbilder ausgenommen, bekannt sei; aber nicht jeder kunstliebhaber sei ein Gelehrter. - Empfehlungen von F. H. Jacobi und Familie.

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