Brief
Von Henriette von Pogwisch (9. Oktober 1819)
P. übermittelt viele Empfehlungen von ihrer in Schafstädt weilenden Tochter Ulrike. Dank für deren gütige Aufnahme in G.s Haus. Er habe ihr dadurch Weimar wieder lieben gelehrt. Seit ihrer Rückkunft aus Jena (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 6. Oktober) habe sie mehrfach berichtet, G. wieder besuchen zu dürfen; erwähnt: beyde Onkels in Schafstädt. - P. genieße G.s "West-östlichen Divan", vor allem die "Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis". Hoffnung, daß J. F. von Cotta in den nächsten Ausgaben des "Morgenblatts" noch einige ihrer lieblinge abdrucken lasse (wie im MBl 1816, Nr. 71 die Spruchgruppe "Talismane" und das Gedicht "Vier Gnaden"). Wunsch nach weiteren neuen Werken G.s. - Anfrage, ob G. schon Byrons "Mazeppa" besitze.
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