Brief
Von Charlotte Sophie Juliane von Kalb (vor 30. April 1796)
K. gibt, ausgehend von G.s letztem Brief und der Aufführung des "Egmont" am 25. April, ihrer Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen Ausdruck. Dazu gehöre Liebe die giebt - Liebe die Empfängt. Sie sei viel lieber Einsam, als daß sie unter der Welt sein und sich selbst verleugnen wollte. Am widerwärtigsten seien ihr die kalten leeren Essigsauren Qualen - der Geseelligkeit. [...] Aber wie himlisch ist das zusammen finden - von Wesen die sich geben wie sie sind - . - Reflexionen über den Eindruck, den "Egmont" auf K.s Sohn Fritz gemacht habe, über Ifflands Freude, als sie ihm gesagt habe, wie G. ihn lobe, erkenne und liebe, und über ihre Empfindungen während eines Besuches bei der Herzoginmutter. Aber bey Herders bin ich gerne. - Beschreibung ihrer Verbundenheit mit der Natur. - Bitte um G.s Besuch. Bekenntnis ihrer widersprüchlichen Empfindungen ihm gegenüber. K. lege diese Blätter in ein Buch, damit mann nicht bemerkt daß ich Ihnen so viel geschrieben.
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Weitere Quellen- Brief und Korrespondenz