Brief
Von Georg Wilhelm Fenner (10. November 1818)
Dank für G.s Brief. - Schilderung seiner sozial unsicheren Lage; erwähnt: seine kaufmännisch denkenden Verwanden, die aus ihm einen Schiffer machen wollten. Durch Empfehlung von K. L. Oels an Leipziger Professoren (darunter A. Wendt) habe F. unentgeltlich Zutritt zu Privat-Collegien erhalten. Zur Beschaffung notwendiger Bücher und Kleidung habe er die kleine Sammlung vormals in Bremen bearbeiteter "Gedichte" (Ruppert 895) unter einer billigen Subskription herausgegeben. Beiliegend erhalte G. ein Exemplar. Wiederum mittellos, sehe sich F. gezwungen, Leipzig zu verlassen. Er möchte seine Angehörigen überzeugen, daß er nicht schlecht sei; erwähnt: F.s brave aber arme Großmutter (Wüste, geb. Eckhard). Bitte um einen Vorschuß von 100 Reichstalern.
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