Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (6. März 1798)
Dank für die Mineralien vom Gotthardsberge, über die K. mit J. K. W. Voigt Rath halten werde. - K. übersendet die gesammelten Helfenbeinstückchen (vgl. RA 2, Nr. 1225) und verweist auf einige wunderbar verwachsene Gehörne von Hirschen u. Rehböcken, die er ebenfalls mitgebracht habe. - Voigt sei sehr eifersüchtig auf J. G. Lenz' Entdeckung des krystallisirten Erdpechs (vgl. RA 2, Nr. 1134). - Dank für die Berichtigung des wunderbares Zahnes, den K. nicht als vom Hasen vermuthet habe, und für das 10. Stück der "Horen". - Wunsch, bald von G.s Fortschritten in der Farbenlehre zu lesen. - Anfrage, ob er wegen der Subskription auf J. K. Grübels "Gedichte" (Ruppert 924) für G. nach Nürnberg schreiben solle. - Ausführliche Würdigung J. H. W. Witschels, dessen "Hermolaus" (Nürnberg 1796) gar garstig in der "Allgemeinen Literaturzeitung" (1798) herumgenommen worden sei. - Über Geldangelegenheiten, die Transportirung von K.s Sachen in Jena und seine Frau, die sich so hübsch, häuslich und artig betrage.
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