Brief
Von Christiane von Goethe (3. bis 5. Juli 1810)
1810 Juli 3 Sie entschuldigt die unterbliebene Empfangsbestätigung für Trüffeln und Schwämme mit der Freude über den Schal und das Tuch; erwähnt: K. Ulrich. - Bericht über die Feierlichkeiten um die bereits am 1. Juli stattgefundene Hochzeit (Vermählung von Prinzessin Karoline). Nur die am Hof präsentierten Damen seien bei der Trauung dabei gewesen; erwähnt: die Hofmarschallin K. von Egloffstein. Am Freitag (29. Juni) habe die Ressource dem Hof einen Ball gegeben, wo fast alles schiefgegangen sei. Sie selbst habe Beifall für ihren Putz gefunden und sei von der Hofgesellschaft freundlich behandelt worden. Über eine Vielzahl von Besuchen und die Geselligkeiten dieser Tage mit Erwähnung von Knebel, Frommanns, M. Lewandowski, der recht umgänglich sei, dem Probst (N. Jasnowski) sowie dem Generalsuperintendenten (J. L. G. Vogt) und seiner Gattin. August nehme gerade an einem Hofball teil. Hinweis auf des Herzogs Abreise ins Bad. Sie freue sich auf Lauchstädt und hoffe auf ihren Merseburger Doktor (? J. W. Schlegel). - Vom Tode L. Tellers; erwähnt: A. Genast und S. Teller. S. Ackermann sollte G. nicht engagieren. Vom Abschiedsbesuch der Wolffs, die sich G. empfehlen. - Einiges von der für G. eingegangenen Post habe sie ihrem Bruder für C. G. K. Vogel zum Mitnehmen ausgehändigt. Nachrichten über R. Vulpius und seine Mutter; Fürsprache für ihn und Bitte, ihm etwas mitzubringen. Über die Krankheit der Prinzessin Maria mit Erwähnung der Erbprinzessin Maria Pawlowna. - G.s Gedicht "Der Kaiserin Ankunft" (Karlsbad 1810) gefalle sehr und werde in der Stadt herumgereicht. - August habe sich hier sehr gut benommen und beteilige sich auch an ihren Tanzübungen. Hinweis auf eine Quadrille, die sie mit K. Ulrich, K. und L. A. von Milkau und vier eingelernten Tänzern auf dem Ressourcenball getanzt habe. Des weiteren von einem leider vereitelten Spaß mit einem spanischen Menuettund Gedichten; erwähnt: (? K.) Kaestner, (? E. von) Goldacker, (? K.) und (? W.) Schumann und (? A.) von Ziegesar. Hinweis auf Festgedichte von J. Schulze, der aus dem Jesus Sirach ("Ecclesiasticus", Regensburg 1806; vgl. AT, Apokryphen) abgeschrieben habe, von C. A. Vulpius (v. a. "Anrede an ein Durchlauchtigstes Brautpaar" und "Einem Hochfürstlichen Ehepaare wünschet Segen, Glück und Freude ein Brautpaar vom Lande, nebst Gefolge, zu Weimar, am 2. Juli 1810") und J. F. Kaestner. Auch Wielands hätten ein Gedicht überreicht. Prinzessin Karoline und die Prinzen von Mecklenburg-Schwerin ließen G. grüßen. - Ob G. auch nicht vergessen habe, wegen seines Porträts an G. von Kügelgen zu schreiben. Nachrichten von J. Schopenhauer, die mit G. F. K. L. Müller in Dresden sei und ihn nach Äußerungen seines Bruders, des Studenten, wohl heiraten werde. Trotz wiederholter Erinnerungen an C. G. von Voigt d. J. habe K. Ulrich noch keine Nachricht (? in ihrer Vermögensangelegenheit) von der Regierung. 1810 Juli 5 Von ihrem Magenkrampf und der erhofften Heilung in Lauchstädt; L. Teller habe daran sterben müssen. - Die Feiern hätten ihren Abschluß gefunden; August sei wieder in Jena. K. von Heygendorff lasse grüßen. Freude, von Weimar wegzukommen, denn das Haus sei seit drei Wochen von Fremden nicht leer geworden, was viel gekostet habe. In Lauchstädt wolle sie sich recht klein einrichten; sie vertraue auf G.s Güte, sonst sähe es (finanziell) übel aus.
Bezüge im Wissensnetz
Erwähnt (39)
GZP-Knowledge-Graph39 Einträge — alle anzeigen →
Hat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Deutsch
Wurde abgesendet von (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde gesendet an (1)
GZP-Knowledge-GraphIst Antwort auf (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde abgesendet aus (1)
GZP-Knowledge-GraphWird angeführt von (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Zeitspanne (1)
GZP-Knowledge-GraphKategorie (1)
GZP-Knowledge-Graph- Brief und Korrespondenz