Brief

Von Christian Gottlob Voigt (21. Dezember 1803)

Zur Zeit finde Herders Begräbnis statt, bei dem V. sich durch seinen Sohn vertreten lasse. - G.s Briefe (an Graf Potocki, 1803 November 27, WA IV 16. Nr. 4766, und Fürst Czartoryski, 1803 November 28, WA IV 16, Nr. 4767) seien dem Hofagenten des Fürsten Czartoryski in Wien, Berthold, insinuirt worden. - Einen Extract des Berliner Berichts füge V. bei. - Der Frau von Staël Domestiken sollen schon Gespenster sehn in dem wertherischen Spukhauße. - Böttiger sei vermutlich in Dresden, von wo er auch sehr vortheilhafte Anträge haben soll. - ln der "Zeitung für die elegante Welt" (Nr. 148f. vom 10. und 13. Dezember) stehe eine freundliche Besprechung der weimarischen Kunstausstellung 1803. - Übersendung einer Rezension C. A. Thons (über; D. F. G. Faber "Von dem Ursprung und dem allmählichen Entstehen der Kurfürstenwürde und der kaiserlichen Wahlkapitulation", in: JALZ 1804, Nr. 29). Thon geht überm. auf 8 Tage nach Eisenach ab. [...] Homburg war heute wegen seiner Ehescheidungs Sache bey mir. Ich habe ihn sehr aufgemuntert, da er glaubte. die ausgesetzten 50 r. für Präparate (des anatomischen Kabinetts) würden nicht reichen [...] (vgl. RA 4, Nr. 1209). - Nach G.s Rückkehr müsse entschieden werden, wie mit der Berliner Medaille (Neuprägung der Jahrhundertmedaille durch D. F. Loos; vgl. RA 4, Nr. 1197) verfahren werden solle. V. lege Looßens Brief an L. von Herda bei, da G. Gelegenheit ergreifen wollte, sich mit dem selben in ein numismatisches Verhältniß zu setzen.

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