Brief
Von Johann Friedrich Blumenbach (3. Juli 1819)
Dank für die übersandten Festgedichte G.s (zum Maskenzug anläßlich der Anwesenheit der Zarinmutter Maria Fjodorowna von Rußland in Weimar am 18. Dezember 1818), die B. und seiner Familie große Freude bereitet hätten. - Wohlwollendes Urteil über G. Dawe und dessen Goethe-Porträt; von B. habe sich Dawe eine Gypsmaske erbeten. Dawe seien in B.s Sammlung ein Paar Schedel aufgefallen, von denen B. kleine Zeichnungen beylege. ein alter Hellene aus einem sogenannten etruscischen Grabe. und ein Botocuden-Cannibale. zu letzterm auch ein Bildniß nach einer Skizze des Prinzen Maximilian zu Wied-Neuwied (vgl. dessen "Reise nach Brasilien in den Jahren 1815 bis 1817"). - Für G.s Autographensammlung übersende B. einen Brief von G. B. Morgagni (Schreckenbach 1113). - Bemerkungen über ein überstandenes Augenleiden mit Zitat aus G.s Festgedicht (vgl. WA I 16, 286). - Empfehlungen an A. von Goethe.
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