Brief
Von Christian August Vulpius (17. Juni 1820)
Nachricht, daß V. heute Nachmittag (um den Bibliotheks Ausgabe Tag nicht zu versäumen,) zur Puppenfahrt nach Arnstadt, abreise. Den 26. Juni etwa beabsichtige er nach Jena zu kommen, um die Deduktionsarbeit fortzusetzen (Erfassung aus C. G. Buders Nachlaß; vgl. RA 9, Nr. 151). Über die Arnstädter Reise werde er einen Bericht verfassen (vgl. GSA 30/268 Bl. 24-31). - In der Bibliothek lasse V. zwei angekommene Pakete (? von G. aus Jena) ungeöffnet zurück; erwähnt: E. A. Baum. - Für Großherzog Karl August habe V. ein ehemals dem Herzog Johann Ernst (I.) von Sachsen-Weimar gehörendes Kriegsbuch (? von L. Fronsperger oder W. Dilich) beschafft. - Wegen des (bei Liebstedt ausgegrabenen) Schädels habe V. an J. H. G. Urlau geschrieben (vgl. RA 9, Nr. 227). - Zur Heilsberger Inschrift: U. Kopp, der V. besucht habe, wolle die Inschrift gar für Wendisch erklären (vgl. RA 9, Nr. 201). Ein Ungarischer Professor, Kallinich, habe sie in einem Briefe an V. als Deutsch bezeichnet. J. von Hammer wolle, wie er V. geschrieben habe, seine Lectio ("Die Inschrift von Heilsberg") verteidigen. V. sei fürs Deutsche. - In der Bibliothek herrsche großer Besucherandrang.
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