Brief
Von Karl Ernst Schubarth (20. November 1820)
Wenn er Zeilen von G.s Hand empfange, sei ihm als wenn ein höherer Lichtstrahl in seine trübe Welt fiele. Betrachtungen zur eigenen Lage, zu seiner Einsamkeit. - Gedanken über Fausts Stellung zur Welt; Zitat aus Homers "Ilias" in der Übersetzung von J. H. Voß und Bezugnahme auf G.s Trauerspiel "Die natürliche Tochter". - Zu A. Müllners "Die Albaneserin", die endlich in der Cottaschen Buchhandlung erschienen und wohl seine beste Arbeit sei; erwähnt: seine frühern Versuche. Vergleich mit Calderóns "Das Leben ein Traum" sowie mit Shakespeares und Lessings Werken. - Über sein Studium von H. E. G. Paulus' Abhandlung "Philologisch-kritischer und historischer Kommentar über das Neue Testament". Ausführliche Gedanken über Christus und dessen Opfertod sowie die Rolle des Christentums; erwähnt: Raffael, Pindar, Mohammed und Voltaire. - Angabe seiner Adresse in Breslau bey Herrn Fränkel.
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