Brief

Von Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée (7. Oktober 1811)

Über den Beginn der Weinlese, von der er G. mit Ruhe und Behaglichkeit habe antworten wollen, und seinen Rückruf nach Köln zu meinem Dombau; dabei erwähnt: Baurat G. Moller aus Darmstadt, der die ursprünglich (D. oder A.) Quaglio zugedachten Arbeiten übernehmen solle. Quaglio müsse für den Minister Graf M. Montgelas die Kirche von Rheims zur Johanna von Orleans malen, und ihm sei daher die bereits erteilte Reise-Erlaubniß verweigert worden. Über die Qualifikation Mollers; erwähnt: F. Weinbrenner und M. H. Fuchs. - Zusammen mit Moller sei es B. gelungen, seine köllnischen Herrschaften in die gehörige Bewegung zu setzen, um einen erheblichen Bauschaden am Dom zu beheben, was ihn aber sehr viel Zeit gekostet habe. - Pläne für eine Reise mit Fuchs zu Moller nach Darmstadt Ende des Monats, dann zu G. nach Weimar im Dezember. Da G. nicht ins Rheinland kommen konnte, wolle B. einen guten Frachtkarren voll Gemälde nach Weimar schicken; dabei erwähnt: M. Boisserée. - Bitte an G., entsprechende Räumlichkeiten zu besorgen, und an F. W. Riemer, die hierbei anfallenden Kosten einstweilen zu übernehmen; erwähnt: J. B. Bertram.

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