Brief

Von Johann Friedrich Heinrich Schlosser an Christiane von Goethe (4. Februar 1810)

Auf seinen letzten Brief (RA 5, Nr. 1317) habe S. keine Antwort erhalten, was er als Zufriedenheit G.s mit seine Nachlaßverwaltung auffasse. Bitte um eine Instruktion für das weitere Vorgehen bei der Tilgung der Restschuld bei Willemer (vgl. RA 5, Nr. 1121). Darüber hinaus bitte er, die auf beiliegendem Zettel vermerkten Bücher aus dem Angebot von Vulpius im IB der JALZ 1810, Nr. 3 ("Bücher zum Verkauf") für ihn anzukaufen. Sobald er das Verzeichnis der erworbenen Bücher mit den Preisen erhalte, werde er den Betrag auf G.s Konto überweisen. Bitte, auch die von August entliehene "Lebensbeschreibung Herrn Götzens von Berlichingen" (Nürnberg 1731) mitzusenden. - Nun, da August nicht mehr in der Nähe von Frankfurt weile, bestehe wohl kaum Hoffnung auf einen Besuch G.s und seiner Frau entsprechend dem ursprünglich gefaßten Plan. Anspielung auf Vorfälle in Frankfurt seit Christianes Abreise. Über H. Hasenclever, der es in ihrer neuen Heimat sehr gut gehe; erwähnt: deren Mann und Mutter (J. Schlosser). Über S.s Bruder (Christian), dem der Rom-Aufenthalt offenbar bekomme und dessen Rückkehr noch unbestimmt sei. - Anfrage, was mit den von G.s Mutter hinterlassenen Rechnungs- und Haushaltungsbüchern sowie Quittungen geschehen solle, die nach S.s Meinung von gar keinem Gebrauch mehr sein können. - Ferner erwähnt: S.s Familie.

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