Normalzeugnis Zeugnis

C. F. Cramer, Biographie des Geheimderaths von Max (SchrGG 8, 119)

Erst: Göthe schlechtweg, und damals Mann von Genie ... Mein damaliger großer Enthusiasmus für ihn. – Abkühlung dieses Enthusiasmus, als ich von Neefe das Wort des Buchhändlers Fleischer über ihn hörte: ‚Er ist nie zufrieden in Gesellschaft, außer wenn er Jemand findet, den er, wie er es nennt, (edel!) reiten darin kann‘ ... Sein Bekanntwerden in Weimar. – Kömmt zu Ehren und Würden. – Sein Rugantinisches Ribottiren daselbst. – Anecdoten davon, durch Bode. – Der Sir Reverend, à la Taubmann, auf die Grasbank gesezt; die Hofdamen kreuzigen und segnen sich davor, etc. – ... Anecdoten aus meiner vorjährigen Reise nach Leipzig. Neugierig allerdings ihn zu sehen – aber zu besuchen? – aufzuwarten etwa dem Geheimderath? besonders nach Dem, was mir Klügel, am Tisch bey dem ‚hallischen Ochsen‘ von Göthens einstiger vornehmer Reception des armen Homme de lettres Bürger erzählt: bewahre mich Gott! Dazu achtete ich ihn nicht genug! Lieb wars mir indeß, daß ich par brecol bey Lodern von Antlitz zu Antlitze ihn sah.

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