Brief

Von Christian Friedrich Schlosser (7. Dezember 1813)

G.s Brief an S.s Bruder habe sie recht erquikkt und belebt. - Zum Tode der ältesten Tochter K. J. H. Windischmanns, die große Hoffnungen erweckt habe, und zu S.s unerschütterlichen Glauben an Ewiges. - Versicherung seiner innigen Liebe zu G. und Entschuldigung für die noch nicht erfolgte Beantwortung des letzten an S. gerichteten Briefes. - S. sei jetzt von seinen ital. Freunden (u.a. P. Cornelius und F. Overbeck) abgeschnitten, wolle aber von ihrem Leben und Wirken an G. berichten, sobald er etwas erfahre. - Durch Prinz A. Radziwill und Graf K. Brühl habe er mit Freude von G.s Wohlergehen erfahren und mit welcher Liebe er unsere braven Künstler vertrete. S. werde den beiden noch alles zeigen, was er von Cornelius und Overbeck besitze, um durch gründliche Liebhaber gründliche Kunst so bald gefördert zu sehen. - Gedanken über die durch den Krieg bestimmten Zeitlage, wodurch auch S.s Studium der Natur in den Hintergrund getreten sei. Dafür nehme die Weltgeschichte, die Ethik im großen Sinne der Alten recht den Thron ein in allen denkenden Geistern. Das Gewollte wisse keiner, klar sei nur, was man nicht wolle. - Empfehlungen der Seinen an G.s Familie und Erkundigung nach A. von Goethe.

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