Brief

Von August Friedrich Karl von Ziegesar (7. Juli 1808)

Vorschlag, das verabredete rendezvous bis zur Ankunft von Z.s Schwiegertochter M. von Ziegesar in Franzensbad auszusetzen. Z. werde H. D. von Berg und G. dann in Karlsbad benachrichtigen. Anregung zu einem gemeinsamen Mittagessen in Zwodau (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 9. Juli). Frau von Berg und ihre Tochter, M. von Ziegesar, würden dann nach Karlsbad fahren, Z. und G. nach Franzensbad. C. E. Kapp billige diesen Plan. - Bitte, die Antwort in Eger im Hause des H. Hauptmanns von Buseck abzugeben. Über die gute Wirkung des Bades auf seine Frau und den Enkel Hermann. Klage über geringen gesellschaftlichen Umgang in Franzensbad; erwähnt: die Familien von Gr. Bose, Graf (? L. M.) Firmian, der Gräfin Appony [...] Wenn Sie Ihren D. Faust im 2ten Theile einmal auch die lange Weile in ihrer höchsten Stufe wollen schmecken lassen; so vermögen Sie Hn Mephistopheles dahin, daß er die förmliche Kur hier mit ihm brauche. Z.s Tochter Silvie verwandle inzwischen mit Feldblumen die Gesellschaftsstube in einen Blumengarten. Vorgestern habe J. J. von Flanz auf seiner Durchreise von Eger nach Asch einen Besuch abgestattet und das ungeheure Zuströhmen der Fremden nach Karlsbad geschildert. Durch ihn habe Z. erfahren, daß sein Bruder und dessen Frau in Karlsbad angekommen seien. - Frage nach dem Preis einer von B. Mitterbacher an M. A. von Ziegesar geschickten Klistierspritze und Bitte um Zucker, Schokolade und Oblaten. - Weder von seinem alten Kollegen noch von seiner Tochter aus Gotha (? C. L. A. von Wangenheim) sei Nachricht gekommen.

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