Brief
Von Christiane von Goethe (19. bis 20. Juni 1810)
1810 Juni 19 Über ihre und K. Ulrichs Freude an Schal und Tuch, die mit G.s eigenhändigem Brief am 18. Juni angekommen sind und etwa 19 Groschen Porto gekostet haben erwähnt: A. von Goethe. - Einige Exemplare von G.s Gedicht ("Der Kaiserin Ankunft", Karlsbad 1810), das auserordentlich schön sei, habe sie bereits verteilt; dessen Empfänger und Vermittler: Müller, Gräfin F. K. Beust, Prinzessin Karoline, Herzogin Luise, Erbprinzessin Maria Pawlowna, Herzog Karl August, K. von Heygendorff. Prinz Bernhard habe von Äußerungen der Kaiserin von Österreich berichtet, wonach sie sich gerne mit G. unterhalte. - Über ihren eigenen geschwächten Zustand; Hoffnung auf den Lauchstädter Aufenthalt. Von geselligen Ereignissen: Die letzte Tanzstunde, die in ihrem Hause stattfand und ein Ball wurde; Einzelheiten dazu und Nennung der Personen auf beigefügtem (nicht überliefertem) Zettel; erwähnt: Gräfin K. Egloffstein. Über Vorbereitungen für das bevorstehende Vogelschießen und das Hoffest (zur Vermählung der Prinzessin Karoline am 1. Juli). Zufriedenheit, nicht ständig dem höfischen Modezwang ausgesetzt zu sein. 1810 Juni 20 Bericht über das Vogelschießen und die damit verbundenen Festlichkeiten; Freude über die ihr zuteil gewordene Aufmerksamkeiten; erwähnt: Erbprinzessin Maria Pawlowna, Prinzessin Maria, Vulpius, J. C. Stark d. Ä., A. von Goethe, der Erbprinz und Prinz Gustav von Mecklenburg-Schwerin, Hofmarschall G. V. Egloffstein, D. J. V. Oertzen, K. von Rantzau, Prinzessin Karoli11e, Herzogin Luise und Gräfin F. K. Beust. Grüße von A. von Helvig. Über die Stimmung am Hofe; von des Herzogs Kränklichkeit und der möglichen Vorverlegung der Vermählung. Von G. erwarte man zu diesem Anlaß ein Gedicht. - August bitte um Stoff für eine Weste. - Über die Aufführung Von Z. Werners "Vierundzwanzigstem Februar" am 18. Juni erwähnt: F. Haide. - Falk propagiere G.s "Farbenlehre" und gehe nie ohne Prisma aus, solle auch Vorlesungen darüber halten. Seine Frau sei von einem Sohn (Guido Adelbert) entbunden worden, auch L. von Ziegesar (von einer Tochter: Flavie). - Überlegungen, die eingegangene Post sicher zu G. befördern zu lassen. - Wiederholter Dank für Tuch und Schal.
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