Brief

Von Friedrich Schiller (10. April 1798)

Der zurückgehende Amor (gezeichnet von J. H. Meyer und gestochen von H. Guttenberg) werde sich in Knebels "Elegien von Properz" (vgl. Ruppert 1428) möglicherweise etwas zu streng und zu ernsthaft ausnehmen. Für den "Musenalmanach" für 1799 empfiehlt S., daß G. etwas aus seiner Sammlung auswählt und von J. H. Meyer zeichnen läßt. - Anbei erhalte G. einen Brief von Max Jacobi mit einigen seiner Gedichte, von denen S. gern eines im letzten Stück der "Horen" veröffentlichen wolle. - S. bittet G., sich bei C. G. Voigt für F. I. Niethammer und Schelling im Hinblick auf eine Professur in Jena zu verwenden. - Sein verschlechtertes Befinden lasse die Arbeit am "Wallenstein" nur langsam voranrücken. - Von Nachrichten, daß Iffland nach Weimar kommen solle. S. zweifelt, daß er noch den alten Empfang finden werde. - Von W. E. F. von Wolzogen habe er erfahren, daß N. F. Thouret nun nächstens nach Weimar komme.

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