Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (30. Juli 1811)
Gedanken über G.s jeweils zeitlich begrenzte Anwesenheit in Jena; diese Tage rechne K. unter die guten; erwähnt: der Prediger Salomo sowie Zitat Zwar hat Phöbus anjetzt die brennenden Gluten gemildert [...] (? aus K.s Lukrez-Übersetzung "Von der Natur der Dinge"). - Zu J. H. Voß' Abreise nach Heidelberg; Vermutung, dieser habe vor, sich in hiesigen Gegenden zu etabliren. Voß scheine blos mit Hexametern ausgestopft zu sein. Vom Menschen kan er sich gar wenig Begrif machen. - G. L. Walch werde eine Teilabschrift von K.s Lukrez-Übersetzung mit nach Berlin nehmen. K. erwarte F. A. Wolfs Urteil. - K. wolle, um den Briefbogen zu füllen, ein paar witzige Einfälle von S. Arnould aus dem Journal des modes aufschreiben. - Empfehlungen an G.s Angehörige und an F. W. Riemer; dieser solle K. am 6ten August (? wegen C. von Goethes Geburtstag) nicht vergessen.
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