Brief

Von Christoph Ludwig Friedrich Schultz (8. Februar 1819)

T. Seebeck, der seit Sommer 1818 in Berlin weile, sei zum ordentlichen Mitgliede der Akademie der Wissenschaften ernannt worden. Er werde G. selber darüber berichten (vgl. RA 8, Nr. 857). S. freue sich über seinen neuen Collegen J. Schulze. - Freude über G.s Wohlbefinden und erneute Einladung; Empfehlung von K. vom Stein zum Altenstein. S. erwarte sehnsüchtig die angekündigten Veröffentlichungen G.s (Festgedichte zum Maskenzug anläßlich der Anwesenheit der Zarinmutter Maria Fjodorowna von Rußland in Weimar am 18. Dezember 1818, "West-östlicher Divan" und Hefte "Zur Naturwissenschaft überhaupt, besonders zur Morphologie"). Seebeck, der G.s Farbenlehre gut kenne, verbreite diese mit Erfolg unter den Wissenschaftlern Berlins; erwähnt: J. B. Biot. - Seit E. Sollys Abreise (nach London) seien für ihn viele Gemälde aus allen Weltgegenden angekommen, so aus Aachen eine Sammlung altniederländischer Gemälde, die in ihrer Schönheit mit der Boisserée'schen Sammlung vergleichbar sei. - C. Rauch habe bedauert, G. im letzten Sommer auf seiner Rückreise von Rom nicht angetroffen zu haben (vgl. RA 8, Nr. 422 und RA 8, Nr. 438). Er sei aufgefordert worden, eine Büste G.s in Marmor anzufertigen und hoffe, G. in Berlin oder in Weimar zu sehen. Zur beginnenden Arbeit an Fürst Blüchers Denkmal für Breslau (von Rauch nach Entwürfen von G. Schadow); erwähnt: die Schlesischen Stände und F. von Stein sowie A. Trippels Büste von G. für den Fürsten C. A. von Waldeck. - Empfehlungen an G.s Familie.

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