Normalzeugnis Zeugnis

J. A. v. Kalb an J. C. und Elisabeth Goethe 16. 3. 1776 (Keil1 S. 51)

Die wechselseitige Neigung des Herzogs gegen Ihren vortreflichen Sohn, das ohnumschränckte Vertrauen so er in ihm setzt, macht es beyden ohnmöglich sich von einander zu trennen. Nie würde Er darauf verfallen seyn meinen Göthe eine andere Stelle einem andern Charackter alß denn von Seinem Freunde anzutragen, der Herzog weiß zu gut, daß alle andere unter seinem Werthe sind, wenn nicht die hergebrachte Formen solches nöthig machten. Mit Beybehaltung Seiner gänzlichen Freyheit der Freyheit Urlaub zu nehmen, die Dienste ganz zu verlassen wann Er will, wird unser junger edler Fürst in der Voraussetzung daß Sie unfähig sind Ihre Einwilligung dazu zu versagen, Ihren Sohn unter dem Titel eines Geheimden Legations Raths und mit einem Gehalt von 1200 rthlr. in Sein Ministerium ziehen.

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