Brief
Von Christian Gottfried Körner (24. September 1812)
Dank für G.s freundliches Schreiben. - K. übersende das erste größere Werk T. Körners (das Trauerspiel "Zriny") in der Hoffnung auf gütige Aufnahme wie bei den früheren Versuchen (u.a. "Die Braut", "Der grüne Domino", "Der Nachtwächter", "Toni" und "Die Sühne"). Das Stück werde zur Zeit in Wien mit F. Grüner in der Hauptrolle zur Aufführung vorbereitet; erwähnt: G.s "Mahomet" (nach Voltaire) und Schillers "Wilhelm Tell". Über K.s Stolz und seine Hoffnungen. - Mit Winterbeginn werde sein Sohn Theodor nach Dresden kommen und dann nach Weimar reisen, wo er etwas für das dortige Theater zu schreiben beabsichtige. - Über die wohltätige Wirkung Wiens auf K. und seinen Sohn. - K. habe seine Referendarstelle (im sächsischen Geheimen Konsilium) aufgegeben und sei wieder tätiges Mitglied des Appellationsgerichts. - Ankündigung seines Besuchs im nächsten Sommer in Weimar, falls G. nicht nach Dresden kommen werde. - Grüße von K.s Familie.
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