Brief

Von Christian Gottlob (d. J.) Voigt (7. Dezember 1803)

Dank für die sehr gütige Aufnahme unsres neulichen Besuchs (von V., dessen Frau und F. Tieck am 2. Dezember). - Das Modell der Medaille (Schloßbaumedaille von Tieck) befinde sich seit gestern früh in den Händen von F. W. Facius, der die Schrift vollenden, und einen Abguß in weichem Metall besorgen werde. Vor Übergabe an den Glockengießer wolle Tieck bestimmte Anweisung von G. einholen. - Gegenwärtig komme Tieck mit der Bitte um die Erlaubnis, sich G.s Büste abholen lassen zu dürfen, um Kopien für die danach verlangenden Verehrer G.s anzufertigen. - J. Hoffmanns Gemälde ("Diana unter ihren Nymphen" für das Wohnzimmer der Herzogin Luise), das V. noch nicht gesehen habe, finde großen Beifall. - Mein Vater schickt mir so eben die Beylage, um solche nebst seiner Empfelung Ihnen zu senden, und Sie um die Beförderung an Schnaubert und Eichstädt zu bitten. An Ackermann in Mainz, hat er selbst geschrieben, um die für Jena nachtheiligen Eingebungen (vielleicht von Sömmering?) zu verdrängen. - Vom Leipziger Oberpostamt sei noch nichts eingetroffen.

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