Brief
Von Nikolaus Meyer an August Vulpius (18. Juni 1815)
Bitte um Nachricht über den Verbleib der am 8ten Februar und am 28. November 1814 an G. gesendeten Sachen (vgl. RA 6, Nr. 1320 und RA 6, Nr. 1419), darunter das Manuskript zu M.s Lustspiel in Versen "Die Überraschung", und, ebenfalls von M., ein Vorspiel - Iflands Todtenfeyer sowie die Abschrift einer alten Legende ("Legende vom heiligen Alexius") und mehrere Münzen. - Übersendung einiger Veränderungen zum Lustspiel mit der Bitte, sie in das Manuskript einzutragen; Frage, ob das Stück schon aufgeführt worden sei. - Bericht über die Schauspielergesellschaft von A. Pichler und W. Köhler mit den Spielorten Bremen, Hannover und Pyrmont; Der Moses (? von A. Klingemann) wurde vortreflich gegeben. Erwähnt: Madame (? H.) Köhler und K. Pistor. - Zu M.s Entschluß, nun doch in Minden zu bleiben; er habe die sichre Aussicht ein gutes Auskommen zu finden. - Frage, ob M. denn keine Rezension seiner "Gedichte", "Bardale" und des "Hennink der Hahn" (nach K. F. Renner) zu erwarten habe (vgl. S. Schütze über M. "Gedichte" und "Bardale", in: JALZ 1815, Nr. 35). - Vor 8 Tagen sei M. F. Arendt hier gewesen; über sein zerlumptes Äußeres. Arendt gehöre trotz seines Wissens nicht in die gebildete Gesellschaft. - Bitte um Nachrichten aus Weimar. - A. Vulpius möge bei G.s Rückkunft (von der Rheinreise) dafür Sorge tragen, daß M. bei G. nicht völlig in Vergessenheit gerate. Empfehlungen an Vulpius' Familie und Freunde.
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