Brief
Von August Haacke (11. März 1813)
H. wiederholt sein vor einigen Monathen von G. abgelehntes Gesuch um eine Anstellung am Weimarer Theater (vgl. G.s Tagebuchnotizen vom 25. und 29. Dezember 1812). Auf die Gage wolle er verzichten; erwähnt: ein gütiger Mann, der zu H.s Unterhalt in Weimar beitragen wolle. Beschreibung der Trostlosigkeit, in der sich H.s nach Nahrung dürstender Geist bei einer Gesellschaft (? E. von der Osten) befinde, die Hogarths satyrischem Griffel ein Original liefern könnte. In Weimar würde H. bei der mäßigsten Beschäftigung und, wie die letzte hiesige Vorstellung der "Antigone" (am 3. März; von Sophokles in der Bearbeitung von F. Rochlitz) beweise, schon durch das bloße Anschauen unendlich gewinnen. Bitte, G.s Antwort am nächsten Sonnabende persönlich abholen zu dürfen.
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