Brief

Von Friedrich Bury (17. Oktober 1788)

Über Herzogin Anna Amalia, die glüklich hier angelangt sei. Sie äußere Zufriedenheit über B.s Zeichnungen und zeige mit L. von Göchhausen Interesse für das Theater, vor allem für Rugantino Caparolini in der Oper "Circe" von P. Anfossi. - Herder könne sich noch nicht recht in die hissige lebensart finden. Mit J. F. H. von Dalberg sehe er sich Rom an. - Freude darüber, daß G. die von B. übersandten Bilder genieße und anzubringen wisse. G. schreibe um den Preis darvon. Überlegungen dazu, insbesondere da der innerliche werth des Bildes [...] vieleicht niemals bezalt werden könne. B. schlägt 1000 Zechinen vor; das Porträt ("Herzog Friedrich II. von Urbino") ist hier im Handel 100 l'ouisdor werth. - Beiliegend eine Skizze zu einem Gemälde Tizians (?"Die himmlische und die irdische Liebe"), das B. gekauft habe, sowie eine Aquarellskizze B.s, auf der Phrixus mit Helle auf einem Widder über das Meer reite. - Über die sehr schlechte Finanzlage von K. P. Moritz, den G. bald sehen werde. - J. G. Schütz falle B. ein wenig zur Last.

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