Brief
Von Karl Friedrich Zelter (26. bis 30. Juni 1815)
1815 Juni 26 Zu G.s Äußerungen über die Berliner Inszenierung seines Festspiels "Des Epimenides Erwachen": Einbildungskraft und Gefühl lassen sich nicht von aussen in ein Werk stossen oder drücken [...]. So begreifen wir kaum: was Dein Comet will? Reflexionen über die Einbeziehung der Constellation der Himmelszeichen in G.s Darstellung seiner Geburtsstunde ("Dichtung und Wahrheit", 1. Buch). Mit B. A. Weber wolle sich Z. über die bewuste Inschrift zu verständigen suchen (betrifft das Lied des Epimenides "Hast du ein gegründet Haus ..."); Einzelheiten dazu. - Über den anhaltenden Erfolg A. Milders in Berlin, u.a. als Susanne im Figaro (von Mozart) und in der Schweizerfamilie (von J. Weigl). - Zum Umbau des "Bären" in Wiesbaden; Z. wünschte, daß das Fell geschont würde. 1815 Juni 30 In Berlin sei alles in freudiger Bewegung über die Kriegsnachrichten vom 18 (Juni; Schlacht bei Waterloo) mit ihren Folgen. Z. habe seit dem 17. April von seinem Sohn (Adolf) keine Nachricht. - G.s Brief vom 16. habe Z. am 25. Juni erhalten.
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