Normalzeugnis Zeugnis

Chr. G. Voigt an G. Hufeland 16. 2. 1790 (Diezmann1 S. 51)

Dem Herrn G. R. v. Goethe waren die Erläuterungen sehr angenehm, die ich ihm von Ihren ? Ihnen? puncto der academischen Politik im Recensionswesen überbrachte. Er hielt sich versichert, daß ohne Unwahrheit und ohne Schmeichelei eine prudente Mittelstraße immerfort übrig bleiben werde und trug mir auf mit seinen Complimenten Ihnen zu danken ... Er wünscht sehr, daß der gelehrte Congreß nach Eisenach verlegt werde. Dort könne das nöthige Wildpret, Holz für Küche, Saal zur Versammlung etc. höchsten Orts leicht ausgewirkt werden. Freie Logis sind genug in der Stadt außer den Gasthäusern. Die ganze Hofsuite hat vielmal da gelegen. Wenn man 10–12 Tage vorher Nachricht hat, kann Alles herrlich eingerichtet werden. Der Herr G. R. v. Goethe meint, daß es wohl gut sei, erst die Sentiments eines Theils der Gelehrten, die Lust haben zu kommen, abzuwarten. Alsdann kann man überlegen, wie man am besten den Vorschlag ins Mittel brächte. Er sah gern, daß Sie ihm auch einen Brief geschrieben hatten.

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