Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (17. Juni 1816)
Dank für G.s Zeilen und den inliegenden Brief für K.s Sohn Karl (an Graf F. Stolberg). - Dank auch für den Gruß, den C. von Stein gestern überbracht habe. - Über einen Besuch D. von Roddes, die an G. de Staël erinnere, mit ihren beiden Töchtern; erwähnt: L. von Schlözer und L. von Rodde. Sie habe bedauert, die Bekanntschaft mit G. nicht erneuern zu können. - Freude über die beiden ersten Bände von G.s Gedichten ("Werke" B). K. hebt die Sprüche hervor, in denen G. sogar den König Salomo und den weisen Jesus Sirach übertreffe, und die neupoetischen Katholiken ("Parabel"). - Bitte, die ihm jüngst überschickte Indische Geschichte (F. Bopps Übersetzung "Wiswamitras Lebensgeschichte" aus dem "Ramayana" von Valmiki) noch behalten zu dürfen; die Englischen Journale habe er weiter geschickt. - Ein Bauer aus Ziegenhain habe K. eine Naturseltenheit, einen weißen Raben, gebracht, den K. von G. Wagner ausstopfen lasse.
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