Brief

Von Friedrich Bury (28. Juni 1799)

Nachdem B. 17 Jahre in Italien zugebracht habe, befinde er sich seit zwei Monaten in Hanau. Klage über die geringe Urteilskraft deutscher Landsleute in Kunstangelegenheiten; wenn sie von Kunstgespreche anfangen sind ihre Urtheilen so Sauer, wie die deutschen Weine. Augenblicklich befasse sich B. mit Porträtmalerei. - Begeisterung für zahlreiche altitalienische Gemälde und Fresken, die B. auf seiner Reise nach Deutschland in den Städten Spoleto, Spello, Assisi, Padua, Venedig und Florenz bewundert habe. B. erwähnt neben Raffael, Pintoricchio, Fra Filippo Lippi und Masaccio-vor allem im Zusammenhang mit der Ober- und Unterkirche von San Francesco in Assisi-die Maler Giunta Pisano, Cimabue, Giotto, Giottino, Buffalmacco, Simone di Martino, Lippo Memmi, Giovanni Gatti, Cavallini, Capanna, ferner Mantegna, die Bellinis, die Conigliani und Ghirlandaio. - Freude auf ein Wiedersehen mit G. und Gruß an J. H. Meyer.

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