Brief

Von Karl Friedrich Zelter (8. April 1811)

Dank für den 13. Band von G.s "Werken", den Z. sofort weitergegeben habe (? an C. L. F. Schultz; vgl. RA 6, Nr. 40); erwähnt: "Die Wahlverwandtschaften". - Z. freue sich über die gute Aufnahme des Tragelaphen; G.s unterrichtenden Brief an D. Friedlaender habe er sich abgeschrieben. - Von Z.s Thun und Treiben (Reformbemühungen um die öffentliche Musikpflege) solle G. unterrichtet werden. Ich werde das Wesen abschreiben lassen u Ihnen gelegentl. senden (? Z. "Über den Zustand des allgemeinen Gesangswesens"). Bitte um G.s Rat und Meinung in dieser Sache, in der Z. keinen geringen Kampf [...] mit den großen Schulen zu bestehen haben werde. - Kritische Bemerkungen über J. F. Reichardt und dessen neue Oper "Der Taucher"; erwähnt: das mittelmäßige Gedicht zur Oper (von S. G. Bürde nach Schiller). Dann ist jetzt hier Madame Schütz, vormalige Hendel, vorvormalige Meyer, vorvorvormalige Eunike, gebohrne Schüler und spielt daß es wettert. [...] Für eine Frau die schon den vierten Mann (F. K. J. Schütz) beschläft wäre etwas mehr Naturel nicht zu viel. Erwähnt: G. Bendas (und F. W. Gotters) "Medea", Kotzebues "Oktavia" sowie (Schillers) "Braut von Messina" und "Maria Stuart".

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