Brief
Von Christian Gottlob von Voigt (21.? November 1811)
V. habe Herzog Karl August in einem schriftlichen Gutachten übermittelt, was G. ihm vorgestern vertraulich eröffnet habe (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 19. November). Ausführliches Zitat aus der Antwort des Herzogs an V., in der dieser seine Bedenken, A. von Goethe als Landrat einzustellen, darlegt. Die Besetzung der Landratsstellen sei das Recht der Stände. Falls A. F. K. von Ziegesar und andere Landstände A. von Goethe nach erlangter Landstandschaft als Kandidaten präsentieren würden, habe der Herzog nichts dagegen. V. schlage vor, mit Ziegesar zu verhandeln, wenn dieser künftigen Sonnabend zur Aufführung der Oper "Achille" (von F. Paer) nach Weimar komme. Bis dahin wolle V. die Arbeiten des H. Sohnes noch behalten. - Bitte um Vorschläge zu einer Inschrift für den Münchner botanischen Garten mit Verweis auf die beiliegende Anfrage (F. von Schlichtegrolls) an V. (vgl. RA 6, Nr. 273).
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