Brief

Von Christian Gottlob Voigt (2. November 1806)

Über V.s neueste Informationen: Müller in Berlin habe noch keine Nachricht von Herzog Karl August, wisse aber von einigen gnädigsten Audienzen über unsre Angelegenheiten. K. E. von Spiegel habe Nachrichten vom Herzog mitgebracht, wonach dieser bis Havelberg marschiert sei und die Absicht habe, sein Kommando an den Fürsten F. L. Hohenlohe zu übergeben. Erwähnt: General C. L. von Winning, der Erbprinz von Sachsen-Weimar in Hamburg und der preußische König. Nach Weimar wolle der Herzog nicht kommen, solange Franzosen hier sind. - Morgen geht H von Spiegel nach Berlin, mit Briefen der Herzogin (Luise) an den Kaiser(Napoleon) und unsern Instructionen. - Zu J. F. Fuchs' Geldgeiz; V. wolle für sein Quartier sorgen. Wer doch den Professoren nur den gemeinsten Menschenverstand inoculiren könnte! Erlebe ich ruhige Zeit, so will ich getreulich beyhelfen, die ganze Academie umzuformen.- V. wolle nächstens ein absurdes Tagbuch von J. G. Lenz übersenden, der die einzige, reiche Goldstufe vermißt (vgl. RA 5, Nr. 508).

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