Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (27. April 1824)
Dank für den J. Schmeller erteilten Auftrag zur Porträtierung K.s. Lob des Künstlers, dem das Bild K.s viel Fleiß und Mühe gekostet habe. Übermittlung von Schmellers Wunsch, das grosse Atélier in Weimar zu seiner Werkstätte zu haben. - K. von Lyncker sei krank; doch fängt es auch an sich zu bessern. - Die französische Übersetzung von G.s Lebensgeschichte (F. J. P. Aubert de Vitry "Mémoires de Goethe", enthaltend die Übersetzung von "Dichtung und Wahrheit" und "Italienische Reise", 1. Teil) nehme sich nicht übel aus. Die Introduction nenne K. unbekannte deutsche Dichternamen. - Über die unterhaltende Lektüre des ersten Bandes von N. A. de Salvandys "Don Alonzo" und die eigene Schreibart mancher Dichter, die immer neu seyn wollten. - Sehr interessant sei die "Physiognomy" von J. Cross, der von den untersten Elementen der Bildung anfange, den Bau des Menschen zu konstruiren und alles durch anatomische Gründe dargethan habe. - S. Bohn und ihre Schwester (E. Wesselhöft) seien abgereist und würden sich in Stuttgart etabliren (vgl. RA 10, Nr. 683). - Empfehlung von K.s Familie.
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