Brief

Von Joseph Sebastian Grüner (22. Mai 1824)

Grüner dankt für die Erlaubniß, die mit dem Bildnis des Großherzogs Karl August gezierte Medaille (am roten Band des Falkenordens) tragen zu dürfen. G. sende ihm Gold und Ehre, er in dem mitfolgenden Schächtelchen ein wenig Bley. Grüner habe das für ihn erfreuliche Ereignis Graf K. Sternberg mit der Übersendung einer Kiste Mineralien mitgeteilt (für das vaterländische Museum in Prag; vgl. RA 10, Nr. 732) und um die Erlaubnis gebeten, die Medaille zum Vinzenzifest in Eger tragen zu dürfen (vgl. G.s Tagebuchnotizen vom 26. August 1821 und 25. August 1822). Graf Sternberg, der gegenwärtig mit dem Besuch des österreichischen Kaisers Franz I. beansprucht sei, wolle das Gesuch selbst dem Oberstburggrafen (Graf F. Kolowrat) einhändigen. - Im Auftrag Graf J. Auerspergs füge Grüner den ganzen Aufsatz bei, wie er zerstreut in die "Kaiserlich-königlich privilegierte Prager Zeitung" (1824, Nr. 9, 13, 15, 18 und 28; von K. Hallaschka) eingerückt wurde. Der leidenschaftliche Mineralog Graf Auersperg verlege ein Verzeichnis seiner Duplikate, aus dem Manches zu acquiriren sei. - F. C. Fikentscher sei in Paris, allein mit den Franzosen bisher nicht ganz [...] zufrieden. - Über Wetterbeobachtungen, insbesondere ein Unwetter am 14. Mai; dabei erwähnt: der Blitzeinschlag im (E.) Bachmayerischen Hause.

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