Brief
Von Friedrich Schiller (7. Februar 1797)
Zum übersandten Reichthum von Sachen: Das "Schreiben Herrn Müllers Malers in Rom über die Ankündigung des Herrn Fernow von der Ausstellung des Herrn Professor Carstens in Rom" ("Horen" 1797) werde einen vorzüglich guten Beytrag zu den Horen abgeben. Im neuen Stück der Übersetzung von "Benvenuto Cellini" ("Horen" 1797) habe sich S. besonders über den Guß des Perseus belustigt. - Urteil über das mitgeteilte Epos (? von M. Jacobi). - Ohne Zweifel habe G. inzwischen den 2. Teil von Wielands gegen die "Xenien" gerichteten Aufsatz "Die Musenalmanache für das Jahr 1797" im "Neuen Teutschen Merkur" (1797) gelesen (vgl. RA 2, Nr. 620). Was sagen Sie dazu? - Für seine Arbeit am "Wallenstein" müsse er sein beßtes feinstes Wesen zusammennehmen und begrüße es, daß G. zur Zeit am Kommen gehindert sei. - Frage, ob S. die Elegie "Hermann und Dorothea" zum Druck abschicken solle. Zu dem Mährchen wünsche ich bald eine recht günstige Stimmung.
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