Brief
Von Johann Christian von Mannlich (nach 3. Januar 1805)
Mit der Beantwortung von G.s Schreiben habe M. auf die Ankunft des zweyten Transports der bronzenen Medallien warten wollen, der aber, wahrscheinlich wegen der Quarantaine, zu lange ausbleibe (vgl. RA 4, Nr. 1718 und RA 5, Nr. 142). Es sei ein glücklicher Zufall, daß sich unter denen in Rom erkauften Medallien nur zwey bereits in G.s Sammlungen vorfänden. F. Müller, kurbayerischer Kommissionär in Rom und M.s Korrespondent, sowie K. von Haeffelin, der die Auslagen mache, glaubten für M. zu kaufen. Durch (? A. E.) Seligmann sei schon eine Anweisung nach Rom abgegangen (vgl. RA 5, Nr. 187). Nach Ankunft des 2. Transportes müsse G. entscheiden, ob er weiterhin Medaillen kaufen wolle. Empfehlung, für F. Müller ein Verzeichnis der schon vorhandenen Stücke zu schicken und diesem eine Summe zu bestimmen. Für Käufe in Florenz müßte sich F. Müller einen Corespondenten verschaffen. - Dank für G.s Güte, M.s "Zeichenbuch für Zöglinge der Kunst und Liebhaber. Aus Raffaels besten Werken gezogen" (Ruppert 2414) in der JALZ anzuzeigen (G. "Der Direktor der ... bayrischen Galerien...", in: Meyer und G. "Weimarische Kunstausstellung vom Jahre 1804", in: JALZ 1805, I. Quartal, S. IX; vgl. WA I 48, 130f.; vgl. G. an Eichstädt, 1805 Januar 31, WA IV 17, Nr. 5023). Hoffnung auf eine gleiche Ehre für M.s bald erscheinende "Beschreibung der... Gemäldesammlungen zu München und zu Schleißheim" (Ruppert 2198; vgl. Meyers Rezension, in: JALZ 1806, Nr. 10).
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