Brief
Von Franz Karl Leopold von Seckendorf-Aberdar (9. Juni 1808)
M. von Eybenberg überbringe diesen Brief nach Karlsbad sowie ein Exemplar des "Sonntagsblatts" (Wien 1807 ff.), das seinen Charakter von Gemeinheit nicht verleugne. S. müsse in Wien die Existenz der Zeitschrit "Prometheus" (Ruppert 329) gegen Schwierigkeiten absichern; Hinweis auf S.s Gehilfen (J. L. Stoll). Klage über das Mechanische der Arbeit; Hinweis auf G.s Wort in Weimar: es ist ein dichter Wald, wo man keinen Pfad durch die Wildnis findet. Die 3. Szene von "Pandora" sei noch nicht abgedruckt (in: "Pandora ... Ein Taschenbuch für das Jahr 1810", Wien, Triest), da die Fortsetzung erwartet werde, um die S. bitte ("Pandorens Wiederkunft. Zweiter Teil", Schema der Fortsetzung, WA I 50, 457-460). - S. rühmt die Anwesenheit Madame de Stäels im vergangenen Winter und A. W. Schlegels Vorlesungen (vgl. "Über dramatische Kunst und Literatur", Ruppert 2538), die troz der heftigen Opposition der Gallomanen, und der fast verschollenen Aufklärungsmänner aus Joseph II. Zeiten [...] fleißig besucht worden seien.
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