Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (2. Hälfte Oktober? 1796)
K. dankt für G.s Gaben und Geistesgeschenke. Er habe den lezten Wilhelm (4. Band von "Wilhelm Meisters Lehrjahren") sogleich zum Schneider geschickt, daß er ihm ein Röckchen anpasse. Er wisse G.s Talente und Geistesprodukte sowie die Richtigkeit seiner Beurtheilungskraft zu schätzen. Dieses leztere macht mir den Mann; der [...] sich durch den richtigen Takt seiner Urtheile und Gefühle zeigt. Diese Eindrücke seien K. auch bey Erscheinung des Schillerschen "Musenalmanachs" für 1797 geblieben. Zu den darin enthaltenen "Xenien": An Geist und Wiz, Einbildungskraft und richtiger scharfer Beurtheilung fehle es da nicht; es sei ein heiliges Geschäfte die Thoren zu züchtigen.
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