Brief

Von Karl Friedrich Zelter (5. bis 27. Mai 1824)

1824 Mai 5 A. von Flotow überbringe G.s Brief vom 28. April, dem Tag, an dem sie Zinsen von Deinem Capital oder Capitael (Haarlocke G.s; vgl. RA 10, Nr. 751) erhalten habe. - Über F. A. Wolf und den Eindruck, den er in Weimar hinterlassen habe. Wolf habe ein Jahr vollbezahlten Urlaub zur Herstellung seiner Gesundheit (bei K. vom Stein zum Altenstein) beantragt und (von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen) bewilligt bekommen. Er habe nur wenige Freunde in Berlin und erkenne nicht die wenigen, die sein Verdienst wie seine Unleidlichkeit stets anerkannten. - Bericht über eine Lesung von G.s "Torquato Tasso" im Haus von A. und L. Mendelssohn Bartholdy vor etwa 30 Zuhörern; erwähnt: P. A. und A. Wolff. - Es freue Z., dass G. den "Messias" (von Händel) ebenso auffasse wie er. - Z. übersende beiliegend J. Matthesons Übersetzung "Georg Friderich Händels Lebensbeschreibung" (nach J. Mainwaring), die er aber zurückwünsche, da Matthesons Schriften rar geworden seien. 1824 Mai 18 Bericht über das Fest zu Ehren A. Thaers, bei dem das von Z. vertonte Gedicht G.s "Zu Thaers Jubelfest, dem 14. Mai 1824" zum Vortrag gekommen sei. Da es im Textheft ("Festgaben, dem königlich preußischen geheimen Oberregierungsrat Herrn Albrecht Thaer zur Feier seines fünfzigjährigen Wirkens dargebracht") ganz hinten abgedruckt worden sei, musste man es zum Anfang und zum Ende der Veranstaltung singen, wobei die anwesenden Gäste in den Refrain eingestimmt hätten; erwähnt: die Söhne des Jubilarius (G., E. und A. P. Thaer und F. Körte) sowie Anspielung auf die Apostelgeschichte des NT. 1824 Mai 27 G. Spontini habe am 12. Mai Händels "Alexanderfest" (Libretto von J. Dryden nach N. Hamilton in K. W. Ramlers Übersetzung) aufgeführt.

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