Brief

Von Johann Friedrich Cotta (9. Dezember 1800)

Empfangsbestätigung für die "Propyläen" III 2. - Neben der geringen Anzahl von deutschen Kunstfreunden sei der Krieg der gefährlichste Feind diser Unternemung. Deshalb sei die von G. erwünschte Auskunft über die Künstler in München, Salzburg und Passau nicht in Bälde zu verschaffen. G. J. Decker habe den Preis für den Vergil ("Bucolica, Georgica et Aeneis", P. Didot, Paris 1798) noch nicht gemeldet. - Über eine von Wien erfolgte Anweisung zur Karrikatur Misdeutung (vgl. RA 3, Nr. 956), wonach die Zensoren das Wort Kaiser herausradiren sollen. - Wegen des Abdrucks von "Paläophron und Neoterpe" in F. K. L. von Seckendorfs "Neujahrstaschenbuch von Weimar auf das Jahr 1801" müsse C. eifersüchtig werden, ebenso gegebenenfalls auf die "Zeitung für die elegante Welt". - P. J. Bitaubé erwarte auf die Übersendung seiner Übersetzung von "Hermann und Dorothea" (Ruppert 1844; vgl. RA 3, Nr. 866) G.s Antwort. - Vorschlag, das Honorar für die "Propyläen" III 2 auf die Hälfte zu reduzieren.

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