Brief
An Henriette von Knebel (3. Mai 1775)
Hier gnädge Fr. ein Brief von ihrem H. Bruder, den ich so alleine nicht lauffen lassen kann. Er hat mir auch einen langen lieben Brief geschrieben, ob ich's gleich gar nicht um ihn verdient habe. Auch danck ich Ihnen für den Ihrigen, spät aber herzlich. Ich habe die sehr angenehme Bekanntschafft der Fr. v. Altenstein und und ihrer Fr. Töchter gemacht, und hoffe sie bald wieder zu sehen. Ich lebe wie immer in Strudeley, und Unmäsigkeit des Vergnügens u. Schmerzens. Dencken Sie manchmal im Guten an mich. Frfurt. d. 3 May. 1775.
Goethe.
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