Brief
Von Friedrich Schiller (9. Dezember 1794)
Über das 1. Buch von "Wilhelm Meisters Lehrjahren", das S. ebenso wie W. von Humboldt mit wahrer Herzenslust gelesen habe. Da er durch die "Horen" momentan jedoch zu sehr beabsprucht sei, möge G. heute kein nähers Detail seines Urteils erwarten. Zur Treue des Gemähldes einer Theatralischen Wirtschaft und Liebschaft. / Die apologie des Handels sei herrlich; daß G. aber die Neigung des Haupthelden noch mit einem gewißen Ruhm habe behaupten können, sei gewiß keiner der geringsten Siege, welche die Form über die Materie errang. / - Auf Ihren und unser aller Nahmen habe ich bey Cotta Arrest gelegt [...]. - Über die Geschichte der Schauspielerin C. J. Clairon de la Tude (vgl. RA 1, Nr. 1075) habe S. nichts in Erfahrung bringen können, auch nicht von G. Hufeland.
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