Brief

Von Friedrich August Wolf (20. September 1805)

W. wolle seine Antwort auf G.s letzten Brief noch vor seiner Abfahrt nach Leipzig geben, wohin er mit seiner Tochter Wilhelmine zu K. E. Löhr und C. G. Frege eingeladen sei; D. Wyttenbachs Brief (an W. vom 5. Juli) glaube er in G.s portefeuille gelegt zu haben. J. C. Reil wolle demnächst an G. schreiben; G.s Gedanke über das Nadelholz dürfte Reil von Nutzen sein, hingegen sei er verlegener wegen einiger andern Pflanzen u. Schmuckblumen, die es in Dessau nicht gebe. - Dem mit Fittigen reisenden Gall hätten die Göttinger die Mitgliedschaft ihrer Societät nachzusenden beschlossen. - Hinweis auf G. Hermanns Kritik (IB der JALZ 1805, Nr. 149) gegen den Orpheomastix (J. H. Voß' Rezension über "Orpheus Argonautika", hrsg. von J. G. Schneider, und "Orphika", hrsg. von Hermann, in: JALZ 1805, Nr. 138-143). - Preußen werde nicht neutral bleiben können; der König ist des schlimmsten Humors [...]. - Auf die öffentliche Nachricht von einer bevorstehenden Ausgabe von G.s "Werken A" (IB der ALZ 1805, Nr. 95), in der Cotta nicht als Verleger genannt worden sei, habe sich der Unternehmer der Real-Schul-Buchhandlung zu Berlin (G. Reimer) für den Verlag gemeldet; G.s Schweigen auf diese Anfrage werde W. als Nein nehmen. - Bitte um Bestimmung eines Besuchstermins bei G. für Oehlenschläger.

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