Brief
Von Johann Paul Friedrich (genannt Jean Paul) Richter (4. Juni 1795)
Mit einem warmen aber scheuen Herzen übersende R. seinen Roman "Hesperus", obwohl er daran zweifle, daß G. diesem gewogen sein werde. Er wisse wohl, daß es ästhetische Geseze gebe, die bisher nur von Einem, vom Gesetzgeber selber gehalten wurden gleichsam zur stelvertretenden Genugthuung für die übrigen Autoren. Das habe er auch vor einem Jahr gewußt und G. dennoch die 'Mumien' ("Die unsichtbare Loge") geschickt.
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