Brief

Von Johann Heinrich Meyer (17. Juni 1794)

M. bestätigt den Empfang von G.s Schreiben und der Leinwand zum Bild, wofür schon alles vorbereitet sei. Am kommenden Tage wolle M. das Brustbild nach der "Sixtinischen Madonna" fertigstellen, Graf C. Marcolini vorführen und dann zusammen mit Anmerkungen über Gemälde Annibale Carracis und A. del Sartos nach Weimar senden. - Da die Antikensammlung für einen Monat geschlossen worden sei, müsse sich M. in seinen Studien einschränken, wolle aber versuchen: die Minerva ("Pallas Promachos") altertümlichen Stils und den dreieckigen Altar der Antikensammlung zu zeichnen. - Dank für die Nachrichten über F. Bury und J. H. Voß'. Anteilnahme an der Entwicklung des letzteren. Knebel lobe Fichte in einem Brief an M. - C. G. Körner weile augenblicklich mit seiner Familie auf dem Weinberg. - Erkundigung über die Wirkung des "Reineke Fuchs" seit seinem Erscheinen sowie nach G.s optischen Versuchen und deren Ergebnissen für die Farbenlehre.

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