Brief

Von Ferdinand Franz Wallraf (16. Mai 1802)

W. dankt in seinem, im Namen aller Kölner und im Auftrag des Kunstjubilars K. B. Hardy dafür, daß J. Hoffmann zweymal nacheinander der Weimarer Kunstpreis zuerkannt worden ist (vgl. RA 3, Nr. 944, RA 3, Nr. 1051, RA 3, Nr. 1454) und dies gerade in einer Epoche, wo Kölln bald alles Verlohren hat, was seinen Ruhm als Metropole von Kunst und Wissenschaft ausmachte. Übersendung einer Kleinen Arbeit seiner Muße. - Darlegung des Zustandes der Kunst und Literatur in Köln: Sie seien auf gutem Wege gewesen, im Zusammenwirken mit dem Domprobst Graf von Oettingen, einem Kenner und beforderer alles Guten und schönen, die alte stadt bald wieder in den Vorigen Ruhm zu heben. Nun aber sei Köln seiner besten Altertümer beraubt worden. W. sammle unter den Trümmern und wolle Kölns Verdienstvolle alte Maler [...] in einem Werk mit einigen Kupfern würdigen. Bitte um G.s Gewogenheit für die Geburtsstadt von Rubens.

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