Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (19. Januar 1811)
S. habe eine unendlich lange Zeit nichts von G. gehört. Erinnerung an G.s letzten Brief und S.s Antwort (RA 5, Nr. 1532); erwähnt: S.s Familie. - S. habe beobachtet, was für eine Wirkung G.s "Farbenlehre" auslöse, aber außer K. B. Mollweide, der sie sogleich widerlegen wollte und nicht widerlegt hat (vgl. "Prüfung der Farbenlehre des Herrn von Goethe", nicht erschienen), ist alles mäuschenstill (vgl. RA 5, Nr. 1532). Die Göttinger Sozietät wolle einen Ausschuß einberufen, der G.s Experimente wiederholen solle; erwähnt: T. Mayer d. J. - S.s Frau und Kinder (August und Wolfgang) seien wohlauf, der electrische Schlag, der die Küsten betroffen (Verschärfung der Kontinentalsperre), zeige noch keine Wirkung. - Das beiliegende Werk ("Versuch über die Regierung der Ostgoten", Ruppert 3309) sei nur der Vorläufer von dem in welscher Sprache ("Essai sur l'état civil", Preisschrift des Institut Française), das aber durch den Zensor in Paris aufgehalten werde. - Vorfreude auf die Fortsetzung von G.s "Wilhelm Meister", die zwar angekündigt, hier aber nirgends zu haben ist.
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