Brief

Von Karl Friedrich Anton Conta (4. September 1820)

Überschwenglicher Dank, auch im Namen seiner Frau, für "Über Kunst und Altertum" (Aushängebogen von II 3). Unendlich viel und unschätzbares verdanke er G. für sein ganzes Leben. Mit Vergnügen würden beide die dem Heft vorangestellte Ballade ("Herein, o du Guter! ...") lesen. Freude über den eigenthümlichen Zauber des Gedichts, zu dem eine Komposition von K. F. Zelter bestimmt nicht ausbleiben werde (vgl. RA 8, Nr. 642). Genuß bereite beiden derzeit auch das abendliche Vorlesen von G.s "Die Leiden des jungen Werther". - Über die Feier zu G.s Geburtstag und Hoffnung, daß sich dieses Fest noch oft wiederholen möge. - Der neuliche hohe Besuch in der von G. neu geschaffenen Bibliothek (Großherzogin Luise, Erbgroßherzogin Maria Pawlowna und die Prinzessinnen Maria und Augusta am 30. August in Jena; vgl. G.s Tagebuchnotiz und RA 9, Nr. 407) habe goldene Früchte angesetzt.

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